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Hilfe bei Burnout und Depressionen

Warum ist Burnout in aller Munde? Wohl, weil so viele Menschen davon betroffen sind. Aber wieso ist das so? Natürlich könnte man jetzt alle kleinen und kleinsten Bausteine zusammen suchen, die dafür verantwortlich sind. Es sind tatsächlich viele Details, die hier mitspielen. Es macht aber keinen Sinn, alle Ursachen aufzulisten, denn die können wir ohnehin nicht, oder zumindest nicht so schnell, abschaffen. Sinn dagegen macht es, sich zu überlegen, was jeder selbst tun kann, um sich gegen Burnout zu wappnen, bzw. so schnell wie möglich, dieses Leiden wieder loszuwerden. Diesen Beitrag weiterlesen »

Sehr lange galten die Arbeitsbedingungen in der IT als optimal da gerade physische Belastungen in Hinblick auf traditionelle Zweige der Industrie gering waren. Oft besteht ein relativ hohes Maß an Freiheit bei der Umsetzung der zu erledigenden Arbeiten. Die meist hochqualifizierten Beschäftigen betreiben vergleichsweise vieil Sport in ihrer Freitzeit und die Ernährung war gut. Über die letzten Jahre hinweg zerrte sich diese durchaus positive Ausgangssituation jedoch beständig auf. Wie Umfragen ergaben werden die Belastungssituationen auf dem IT-Sektor heute weitaus negativer empfunden als in anderen Branchen.

Als Gründe für die anhaltende Verschlechterung werden die immer weiter gehende Standardisierung seitens der Produkte und Prozesse auf dem Gebiet der Softwareentwicklung sowie einem dadurch einhergehenden schleichenden Schwinden des Expertenstatus. Zusätzlich machen den in der IT beschäftigen Arbeitnehmern die wachsende Leistungsverdichtung, paradoxe Konzepte des Managements, die veränderte Sozialordnung und eine wachsende Unsicherheit im beruflichen Alltag zu schaffen. Die ständige Verfügbarkeit, welche auch als BlackBerry-Symptom bekannt ist, lässt die Grenze zwischen der privaten Freizeit und der Arbeitszeit weitestgehend verschwimmen.

Hier ist seitens der Mitarbeiter sowohl auch des Managements eine schnelle gegenseitige Sensibilisierung notwendig. Es soll erreicht werden, dass die hauptsächlich männliche IT-Leistungsgesellschaft lernt mit Tabuthemen wie Belastung und Überlastung umzugehen da diese angesprochen werden können. Diese Meinung wird auch von Dr. Erich Latniak, Arbeitswissenschaftler am Institut Arbeit und Qualifikation, der Universität Duisburg-Essen vertreten.

Es ist eine Veränderung in der Arbeitsgestaltung notwendig um einen Ausgleich der Belastungen zu schaffen. Realistisch gesehen kann eine Überlastung auf dem IT-Sektor nicht vollständig zu entfernen. Abhilfe könnten hierbei jedoch anschliessende Phasen der Erholung schaffen welche der IT-Fachkraft eingeräumt werdem müssen.

Feierabend ist nicht gleich Feierabend. Selbst in der Freizeit haben viele Arbeitnehmer keine Freizeit. Inzwischen ist bereits jeder zweite Berufstätige (51 Prozent) rund um die Uhr für Arbeitsbelange  erreichbar. Datüber hinaus nimmt ein weiteres Drittel (32 Prozent) dienstliche Anfragen (Telefon oder E-Mail) teilweise zumindest in speziellen Ausnahmefällen oder in einem festgelegten Zeitfenster ausserhalb der Arbeitszeit entgegen. Diese Zahlen ergab eine Erhebung im Auftrag des BKK Bundesverbands mit Sitz in Berlin. Im Zuge dieser Umfrage befragt wurden lautdes BKK Bundesverband 2322 Berufstätige im Alter von 18 bis 65 Jahren.

Vor allem betrifft dieses Problem diejenigen Mitarbeiter welche 50 Stunden oder mehr pro Woche arbeiten. Unter dieser Gruppe leidet schon jeder Dritte (34 Prozent) an nicht zu verharmlosenden Schlafstörungen. Dies beruht auf der Tatsache dass diejenigen innernlich nicht zur Ruhe kommen können, da dauernd mit dienstlichen Anrufen oder E-Mails gerechnet werden muss. Die Schuld hierfür liegt bei zwei Drittel (65 Prozent) der Fälle am Arbeitnehmer selbst, da diese Stand-By-Bereitschaft hier freiwillig erfolgt und nicht vom Arbeitgeber gefordert ist. Dies ist der Tribut den man zahlt um im Zuge der Angst des Arbeitsplatzverlustes sich gegenüber der Kollegen strategisch zu positionieren. Tatsächlich wird diese Rund und die Uhr Erreichbarkeit nur bei gut einem Viertel (26 Prozent) vom Arbeitgeber, den Kollegen oder den Kunden erwartet.

Diese permanente Erreichbarkeit führt bei einigen dieser Arbeitnehmern zu Schlaflosigkeit oder sich anderes äußernden Schlafstörungen. Diese Krankheitsbilder treten bei insgesamt jedem zweiten Befragten mindestens ein- bis dreimal im Monat auf. Sogar jeder Achte (13 Prozent) betroffene Arbeitnehmer hast sogar fast jede Nacht Probleme einzuschlafen oder durchschlafen zu können. Als Grund hierfür nennt jeder zweite Betroffene zu viel beruflichen Stress und die fehlende Fähigkeit innerlich von der Arbeit abschalten zu können. Verantworlich macht jeder Siebte von ihnen (14 Prozent) den dauernden rufbereiten Zustand durch die permanente Erreichbarkeit.

Eine Umfrage ergab, dass sich 800.000 Menschen in Deutschland regelmäßig durch die Einnahme von Psychopharmaka für ihren Beruf leistungsstärker machen. Gar zwei Millionen nehmen gelegentlich Produkte zur Leistungssteigerung ein. Das Spektrum der Betroffenen zieht sich über Branchengrenzen hinweg und ist zu einem allgemeinen Problem geworden – dies zeigt sich auch darin, dass es in den letzten Jahren einen überproportionalen Anstieg an psychotischen Erkrankungen gab.
Die 800.000 Betroffenen nehmen täglich verschreibungspflichtige Medikamente oder greifen zumindest mehrere Male pro Woche zu Psychopharmaka um den Anforderungen im Berufsalltag gerecht werden zu können. Neben Gründen wie Konzentrationssteigerung wird oft die Verarbeitung von Stress und Ängsten angegeben. Viele der Befragten nutzen die Präparate um länger arbeiten zu können.

In der von der DAK beauftragten Umfrage gaben fünf Prozent der Befragten zu schon einmal solche Mittel eingesetzt zu haben. Dies entspricht einer Zahl von nicht weniger als zwei Millionen Menschen welche sich für den Job dopen und welche das Risiko solcher verschreibungspflichtigen Medikamente als durchaus vertretbar in Hinsicht auf den Nutzen ansieht.
Herbert Rebscher (Vorstand der DAK) sieht hierin ein Alarmsignal. Er spricht davon, “dass wenigstens ein Teil der Menschen in dieselbe Dopingfalle tappen wie Sportler, die sich für einen Wettkampf fit machen”.
Von dem hohen Risiko an möglichen Nebenwirkungen abgesehen kann die Einnahme von Psychopharmaka schon noch kurzer Zeit abhängig machen. Sich aus dieser psychischen Sucht zu befreien zu können stellt einen langen und harten Weg dar.
Bei der Auswertung der Umfrage wurden diejenigen ausdrücklich nicht als Betroffener erfasst welche “nur” Alltagsdoping per Nikotin, Koffein oder Vitaminpräparaten betreiben. Die Liste der Medikamente welche für den Leistungszuwachs eingenommen werden liest sich wie die Inventarliste einer Apotheke.

So sind die verschreibungspflichtigen Mittel zum Beispiel gegen:

  • Demenz
  • Alzheimer
  • Herzinsuffizienz
  • ADHS
  • Depressionen

Worüber sich die Konsumenten nicht im Klaren sind ist, dass gerade Gesunde Menschen mit erheblich schwierigeren Nebenwirkungen rechnen müssen als die eigentliche Zielgruppe dieser Präparate.
Isabella Heuser (Leiterin der Klinik für Psychiatrie an der Berliner Charité) warnt in diesem Zusammenhang und gibt zu bedenken, dass die Langzeitwirkung dieser Mittel auf den gesunden Organismus nicht erforscht sind.
Jeder fünfte gab im Zuge der Umfrage an, dass ihm bereits die Zuhilfenahme von Mitteln zur Steigerung von Konzentration und Leistungsfähigkeit nahe gelegt worden sei. Hierbei kamen bei jedem zweiten die Empfehlungen aus dem Freundes-, Bekannten-, Verwandten- oder Kollegenkreis. Der Ratschlag erfolgte nur bei jedem dritten durch einen Arzt.

Im Anschluss an die Umfrage führte die DAK aufgrund des alarmierenden Ergebnisses eine Analyse zur Korrelation von verschriebenen Medikamenten zu den diagnostizierten Krankheiten durch. Es wurde ausgewertet mit welcher Frequenz Betablocker, ADHS-Blocker, Antidepressiva und Medikamente gegen vorschreitende Demenz ohne eine entsprechende Diagnostizierung durch den Arzt verschrieben wurden.
Als besonders hervorstechend muss hier der gegen Demenz zum Einsatz kommende Wirkstoff Piracetam genannt werden. In 97 Prozent der Fälle in denen Piracetam verschrieben worden ist hatte die Diagnose nichts mit Demenz zu tun. Der Wirkstoff war für die gestellten Diagnosen nur in 3 Prozent der Fälle überhaut zugelassen!

Derzeit liegt die Quote für dieses Hirndoping in Deutschland bei ein bis zwei Prozent, doch Experten warnen schon heute vor einem drastischen Anstieg. Der Aussage liegt die Beobachtung zu Grunde, dass laut Hans-Dieter Nolting (Geschäftsführer des IGES-Institutes welches diese Umfrage durchgeführt hat) es eine hohe Bereitschaft und sinkende Hemmschwellen gibt, da jeder in der modernen Dienstleistungsgesellschaft rund um die Uhr leistungsfähig sein will. Beschaffungsprobleme wird es wohl für die Betroffenen nicht geben da es immer leichter wird sich diese Präparate über den Versandhandel oder Dumping-Internetapotheken beziehen zu können.

Grundlegend kann Bewegung als die natürliche Tätigkeit des Menschen angesehen werden. In den Körperzellen herrscht bei Bewegungsabläufen ein Gleichgewicht von Nährstoffbedarf und Sauerstoffsättigung und dem gegenübergestellt der Zufuhr über den Blutkreislauf. Auch bei nicht durchbluteten Bandscheiben kann es durch die Bewegung zu einem besseren Stoffwechsel. Dadurch erhalten sie ihre Flexibilität und Stabilität um Bewegungen der Wirbelsäule unterstützen zu können. Dem modernen Mensch sieht man heutzutage die Veranlagung zum Bewegungswesen nicht mehr an – vielfach verkümmern wir als Sitzwesen in den Büros und zuhause auf der Couch ohne gravierend die Körperhaltung zu ändern. Arbeit, Essen, Autofahren, Fernsehen – wir leben hauptsächlich nur noch im Sitzen. Statt dynamischer Bewegung führt die Muskulatur zu einem großen Teil nur noch statische Haltefunktionen aus. Dabei wird wegen der Daueranspannung der Muskulatur und der daraus resultierenden Kompression der blutzuführenden Gefäße die Sauerstoff- und Nähstoffzufuhr der Muskulatur eingeschränkt. Die logische Folge ist eine Schädigung insofern man nicht einlenkt und speziell seinen Bewegungsapparat trainiert. Zu beachten ist auch, dass beim Arbeiten eine geistige Anstrengung sich auch immer in einer Anspannung der Muskulatur niederschlägt was die suboptimale Muskelbeanspruchung noch weiter vorantreibt.

Einflüsse des Arbeitsumfeldes auf den Anspannungszustandes der Muskulatur des gesamten Bewegungsapparates:

  • Beschaffenheit und Anordnung der Arbeitsmittel (Stuhl, Tisch, Bildschirmgerät, Vorlagenhalter, Telefon usw.)
  • Beleuchtung
  • Klima
  • Lärm
  • Arbeitsaufgabe
  • Arbeitsablauf
  • Motivation und Betriebsklima

Hauptsächliche Folgen einer dauernden Fehlbeanspruchung des Bewegungsapparates: Rückenbeschwerden (Verspannungen, Bandscheiben- und sonstigen Wirbelsäulenschäden) Schmerzhafte Gesundheitsstörungen im Bereich der oberen Extremitäten (Sehnenscheidenentzündung und Tennisellbogen)
Um diese Folgen ohne zugrunde liegenden Organbefund einzuordnen entstanden über die Jahre Bezeichnungen wie:

  • OOS (Occupational-Overuse-Syndrom = Syndrom beruflicher Überbeanspruchung)
  • RSI (Repetitive Strain Injury = Verletzung durch Wiederholungsbeanspruchung)

Heute kann davon ausgegangen werden, dass nicht dauernde Wiederholungen von Bewegungsabläufen an sich für schmerzhafte Gesundheitsstörungen verantwortlich sind. Vielmehr liegt es an wiederholten Bewegungen, welche bei gleichzeitiger ungünstiger statischer Haltearbeit ausgeübt werden. Als Beispiel hierfür ist das Tastaturschreiben mit spitzwinkligen Armhaltungen und nach außen abgewinkelten Handgelenken zu nennen.

Losgelöst von berufsbedingten Krankheitsbildern gibt es Erkrankungen des Bewegungsapparates, welche anlagebedingt sind oder durch eine innere Ursache entstehen. Hier zu nennen ist das Beispiel Karpaltunnelsyndrom (CTS) und Schulter-Arm-Syndrom. Bei diesen beiden Krankheitsbildern klagen die Patienten selbstverständlich auch bei den mit dem Beruf verbundenen Bewegungsabläufen über Schmerzen. Nicht ergonomisch optimierte Arbeitsplätze sind hierfür ein Hauptgrund.

Sehnen gleiten wenn sie sehr hohen Reibungskräften unterliegen innerhalb von mit Schmierflüssigkeit gefüllten Bindegewebsschläuchen – den Sehnenscheiden. Diese umschließen die Sehne im Inneren wie ein Tunnel. Überzogen sind die Sehnen mit der Sehnenhaut. Im Falle einer Entzündung oder degenerativen Veränderung (beispielsweise in Folge einer Überbelastung) der Sehnenhaut klagen die Betroffenen über die für dieses Krankheitsbild typischen ziehenden Schmerzen entlang des Verlaufes der Sehne.
Als hauptsächliches Symptom können immer wieder kehrende stark ziehende Schmerzen genannt werden, welche zu Begin vorwiegend bei Bewegung zu verzeichnen sind. Erst später sind diese Schmerzen auch im Ruhezustand wahrnehmbar. Zusätzliche Anzeichen können eine lokale Überwärmung sowie eine Schwellung mit leichter Rötung entlang des Sehnenkanals sein. Meistens wird die Überbelastung der Sehne als Ursache gesehen, weniger häufig verursachen entzündliche Gelenkerkrankungen die Schmerzen. Das Handgelenk ist am meisten von Sehnenscheidenentzündungen betroffen, doch auch jede andere Sehne innerhalb einer Sehnenscheide kann sich entzünden. Hier ist als Ursache die mechanische Überbelastung zu nennen, eine Infektion als Ursache ist nicht so weit verbreitet. Sofort wenn eine Sehnenscheidenentzündung diagnostiziert wird muss das Gelenk ruhig gestellt oder zumindest geschont werden, da im es im anderen Fall zu einer signifikanten Verschlechterung bis hin zur Bewegungsunfähigkeit des jeweiligen Gelenkes kommen kann.

Die Ausheilung von entzündeten Sehnenscheiden erfolgt in der Regel ohne bleibende Schäden solange keine Disposition wie Rheuma oder Gelenkentzündungen vorliegen.

Zur Vorbeugung wird dringend empfohlen wiederkehrende Tätigkeiten zu vermeiden oder – falls dies im Berufsalltag nicht möglich sein sollte – zumindest regelmäßig kurze Unterbrechungen einzulegen. Gerade bei monotonen Bewegungsabläufen sollte auf eine ergonomische Körperhaltung und einen ergonomisch eingerichteten Arbeitsplatz geachtet werden. Beispielsweise ist als Abstand von Tastatur zur Tischkante mit 10 bis 15 cm zu veranschlagen um die Handballen hinreichend auflegen zu können.

Durch Vorschädigungen oder Bewegungsmangel können Beschwerden im Bereich des Bewegungsapparates ausgelöst oder verschlimmert werden können. Trotz dieser Tatsache werden
Bildschirmarbeitsplätze grundsätzlich immer noch als belastungsarme Arbeitsplätze klassifiziert. Dem gegenüberzustellen ist, dass chronische Erkrankungen des knöchernen und muskulären Anteils des Rückens bei Bildschirmarbeitsplätzen-Angestellten gerade im Hinblick auf das berufliche Krankheitsbild keine Rolle spielen, da in diesem Zusammenhang keine Berufskrankheiten bekannt sind.
Die Wirbelsäule betreffenden Beeinträchtigungen bei Aufgaben am Bildschirmarbeitsplatz werden durch die folgenden Faktoren begünstigt:

  • Bewegungsmangel und eine unsymmetrische Belastung
  • suboptimale Arbeitsorganisation
  • nicht ergonomische Arbeitsmittel
  • eine generell schlechte Körperhaltung

Hauptsächlich betroffen sind die Halswirbelsäule sowie die Lendenwirbelsäule. Der Bewegungsapparat versucht durch Maßnahmen zur Kompensation in der Regel örtlichen Belastungen entgegenzuwirken, deswegen können Beschwerden sich auch in von der Ursache entfernten Körperregionen äußern. Aus diesem Grund ist bei der Beurteilung eines Patienten jeweils der gesamte Bewegungsapparat zu untersuchen.
Infolge eines Mangels an Bewegung kann die schwache Muskulatur des Angestellten Schmerzen beispielsweise durch muskuläre Verspannungen begünstigen. Als Ergebnis einer Vielzahl von Untersuchungen konnte festgestellt werden, dass eine sitzende Tätigkeit nicht generell öfter zu Rückenproblemen im Bereich der Lendenwirbelsäule führt als eine andersgelagerte Tätigkeit. Somit kann die Aussage getroffen werden, dass Rückenbeschwerden nicht spezifisch an Bildschirmarbeitsplätzen gebunden ist, sondern in allen Berufsgruppen vor kommen kann.

Nachgewiesene Risikofaktoren für das Auftreten solcher Beschwerden psychosoziale Belastungen an Bildschirmarbeitsplätzen:

  • Nicht ergonomisch eingerichtete Arbeitsplatzdefizite
  • Stark monotone Arbeitsinhalte
  • Abwesenheit von Arbeitszufriedenheit
  • Allgemeine außerberufliche Einflüsse

Pauschal kann empfohlen werden eine Art Bewegungstraining, mit dem Ziel Defizite auszugleichen, einzuführen. So können muskuläre Probleme beseitigt werden. Eine Optimierung der Belastung sowie eine Reduktion der Beschwerden wären die Folge. Die positive Wirkung konnte auch schon durch Untersuchungen unter Einsatz von Trainingskonzepten belegt werden. Um die Symptome wie Muskelverspannungen zu lindern bieten sich Massagen an, dienen jedoch in keinem Fall der Prävention der einseitigen Belastung. Vielmehr sollten Arbeitsabläufe variantenreicher organisiert werden um der immer weiter fortschreitenden Bewegungsarmut in den Büros Herr zu werden.

Unter dem weit verbreiteten Karpaltunnelsyndrom versteht man ein Nerven-Engpass-Syndrom. Vor allem die Altersgruppe der 50-60 Jährigen ist davon betroffen. Generell leiden nur halb so viel Männer wie Frauen an diesem Krankheitsbild. Karpaltunnel ist ein Synonym für den Handwurzelkanal welcher auf der Innenseite der Hand den Übergang zwischen dem Unterarm und der Hand bildet. Gebildet wird er durch ein sehniges Band und die Handwurzelknochen. Im Inneren verläuft der Medianusnerv – ein sehr wichtiger die Hand versorgender Nerv. Es handelt sich beim Karpaltunnelsyndrom um eine chronische Einengung des Nervs aufgrund von Funktionsstörungen.

Die folgenden vier Hauptsymptome zeigen sich vordergründig bei der Erkrankung:

  • Kraftverlust (Finger)
  • Ruheschmerz in der Nacht
  • Durchblutungsstörungen (Hand)
  • Gefühlsstörungen (Finger) kombiniert mit Schmerzen sowie Kribbeln von Daumen, Zeige- und Mittelfingers auf der Handinnenfläche

Eine konkrete Ursache ist für dieses Krankheitsbild in den meisten Fällen nicht zu ermitteln.

Grundsätzlich lassen sich aber die beiden folgenden Ursachen bei einer Entstehung unterscheiden:

  • Krankheitsbilder bei denen der Nerv sensibilisiert auf Druck wird (Schilddrüsenüberfunktion, Blutzuckerkrankheit, hormonelle Veränderungen wie beispielsweise durch Wechseljahre)
  • Irritationen des Nervs mechanischer Art durch Druckeinwirkung von außen (Tumore, Ganglien, verknöcherte Bruchstellen, Sehnenscheidenentzündungen, Handwurzelknochenverrenkung)

Wie auch bei RSI und CTD fehlt trotz vielfacher epidemiologischer Untersuchungen der Nachweis des Zusammenhang mit dem Arbeiten an Computertastaturen und dem Karpaltunnelsyndrom.

Die Australier Stone und Browne waren die ersten welche 1980 mit dem Begriff RSI ein neues Krankheitsbild beschrieben. Ihnen war bei den weiblichen Angestellten eines zu dieser Zeit modernen Betrieb zur Datenverarbeitung aufgefallen: Die Betroffenen klagten über Armbeschwerden welche sogar invalidisierende Ausmaße annahmen ohne dass hierbei ein verwertbarer Befund wie beispielsweise Rötung oder Schwellung diagnostiziert werden konnten. Ausgehend der Annahme dass es eine Reaktion auf die permanente wiederkehrende Arbeiten sei und zu einer Schädigung muskuloskelettaler Strukturen führe, wurde der Begriff Repetitive Strain Injury (RSI) zur Beschreibung dieses Krankheitsbildes eingeführt.
Ausgelöst von der Anerkennung durch das australische Versicherungssystem von RSI als berufsbedingte Erkrankung brach eine Epidemie ein. Erst die Änderung der Einstellung von australischen Medizinern leitete eine Wendung der Epidemie ein. 1986 erklärte die australische Gesellschaft der Handchirurgen in einer Resolution, dass eine lokale Schädigung nicht mit RSI verbunden sei, durch den normalen Umgang oder einer Schonung der Extremität zurückbilde und keinerlei chronische Einschränkung zurücklässt. Zu dieser Resolution kam die Gesellschaft der Handchirurgen da diese den meisten Umgang mit RSI-Patienten hatten.
1987 ließ ein Urteil des höchsten australischen Gerichtes zu Ungunsten eines Betroffenen, welcher gegen seinen Betrieb vor Gericht gezogen war, die Epidemie schlagartig enden. Nach dem abebben der Epidemie in Australien tauchte diese unter dem Begriff Cumulative Trauma Disorders (CTD) in den Vereinigten Staaten von Amerika erneut auf. Hier wurde mit dem Krankheitsbild gleich eine Reihe von Diagnosen wie beispielsweise dem Tennisellbogen, Unterarten von Sehnenscheidenentzündungen und dem Karpaltunnelsyndrom verknüpft.
Schon während der Epidemie in Australien war bei den von RSI Betroffenen keine feingewebliche Auffälligkeiten der Gewebeproben zu finden – genauso wenig wie klinische oder anatomische. Ebenfalls fielen Versuche zur Abklärung wie Feststellung der Neuronengeschwindigkeiten und Bildgebung ohne Befund aus.
Heute, 20 Jahre intensiver Forschung später, ist es trotz verschiedenartigster Veröffentlichungen immer noch nicht möglich einen Nachweis zu führen, welcher die wiederholten Tätigkeiten als Grund für die Schädigung der muskuloskelettaler Strukturen belegt. Es existieren derzeit nur wenige Längsschnittstudien welche auch gerade den Zusammenhang mit Computertastaturen an einem Bildschirmarbeitsplatzes nicht herstellen können.
Da RSI nicht überwiegend durch die berufliche Tätigkeit ausgelöst wird und auch nicht diagnostisch validiert werden kann gilt RSI deswegen nicht als anerkannte Berufskrankheit.
1996 schlugen die amerikanischen Handchirurgen vor, die Begrifflichkeiten RSI und CTD fortan nicht mehr zu nutzen. In diesem Editorial wurde von nicht bewiesenen Konzepten statt einer Diagnose gesprochen und dass man das Konzept hinter RSI nur als nicht bewiesene Hypothese ansehen kann.

Vielfach werden die Probleme unter dem Begriff “Mausarm” zusammengefasst. Unbekannter dagegen ist der medizinische Fachbegriff RSI. Unter dem Mausarm oder auch der Maushand versteht man die Beschwerden welche beim langen arbeiten am Computer – insbesondere mit der Maus – auftreten. Je nach Beschaffenheit des Bildschirmarbeitsplatzes können die Beschwerden früher oder später auftreten. Natürlich spielt bei den Faktoren für den Umfang der Beschwerden auch die Konstitution eine Rolle.

Die Zahl der Mausklicks pro Zeitspanne ist jedoch um Vergleich zu den Tastaturanschlägen von ausgebildeten Schreibkräften infinitesimal klein, da diese nur einen Bruchteil der Belastungen ausmacht. Somit ist das arbeiten an der Computermaus keinesfalls repetitiv. Durch den geringen Kraftaufwand kann dementsprechend also eine Verursachung der Krankheitserscheinungen durch den Einsatz einer Computermaus ausgeschlossen werden.

Trotzdem kann die Mausbedienung als schmerzhaft empfunden werden wenn der Bewegungsapparat aufgrund von einer inneren Ursache nicht voll funktionsfähig ist. Bei einem solchen Fall ist besonderes Augenmerk auf die Ergonomie bei der Planung des Arbeitsplatzes zu richten. Alternative Eingabegeräte können beispielsweise Maustrapper, Touchpad, Touchscreen oder Trackball sein.

Ein nahe gelegenes Problem ist das Schulter-Arm-Syndrom? Bei dem Schultergelenk handelt es sich um ein hoch komplexes Gelenk welches einen hohen Bewegungsspielraum bietet. Schon beim Auftreten kleinster Schmerzen wird die Bewegungsfreiheit signifikant eingeschränkt. Dies ist ebenfalls unter Synonymen wie unteres HWS-Syndrom, Zervikalsyndrom oder Zervikobrachialgie bekannt – es ist ein Sammelbegriff unter den verschiedene Ursachen mit diversen Störungen im Bereich von Hals, Schultergürtel und Arm fallen.

Oft wird in einem solchen Fall Periarthritis humeroscapularis diagnostiziert. Verkalkungen in den Muskelfasern des Schultergelenkes sind für die Schmerzen verantwortlich. Diese können angeboren sein oder durch Abnutzung beziehungsweise Verletzungen entstehen. Ebenso können Gelenkrheuma sowie generell entzündliche Krankheiten sowie auch in selteneren Fällen Tumore als Ursache genannt werden.

Zu den Schmerzen und der Beeinträchtigung bei der Bewegungsfreiheit können noch Symptome wie Gefühlsstörungen bis hin zum massiven Kraftverlust hinzukommen.

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