Biorythmus
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Archiv für November 2010

Sehr lange galten die Arbeitsbedingungen in der IT als optimal da gerade physische Belastungen in Hinblick auf traditionelle Zweige der Industrie gering waren. Oft besteht ein relativ hohes Maß an Freiheit bei der Umsetzung der zu erledigenden Arbeiten. Die meist hochqualifizierten Beschäftigen betreiben vergleichsweise vieil Sport in ihrer Freitzeit und die Ernährung war gut. Über die letzten Jahre hinweg zerrte sich diese durchaus positive Ausgangssituation jedoch beständig auf. Wie Umfragen ergaben werden die Belastungssituationen auf dem IT-Sektor heute weitaus negativer empfunden als in anderen Branchen.

Als Gründe für die anhaltende Verschlechterung werden die immer weiter gehende Standardisierung seitens der Produkte und Prozesse auf dem Gebiet der Softwareentwicklung sowie einem dadurch einhergehenden schleichenden Schwinden des Expertenstatus. Zusätzlich machen den in der IT beschäftigen Arbeitnehmern die wachsende Leistungsverdichtung, paradoxe Konzepte des Managements, die veränderte Sozialordnung und eine wachsende Unsicherheit im beruflichen Alltag zu schaffen. Die ständige Verfügbarkeit, welche auch als BlackBerry-Symptom bekannt ist, lässt die Grenze zwischen der privaten Freizeit und der Arbeitszeit weitestgehend verschwimmen.

Hier ist seitens der Mitarbeiter sowohl auch des Managements eine schnelle gegenseitige Sensibilisierung notwendig. Es soll erreicht werden, dass die hauptsächlich männliche IT-Leistungsgesellschaft lernt mit Tabuthemen wie Belastung und Überlastung umzugehen da diese angesprochen werden können. Diese Meinung wird auch von Dr. Erich Latniak, Arbeitswissenschaftler am Institut Arbeit und Qualifikation, der Universität Duisburg-Essen vertreten.

Es ist eine Veränderung in der Arbeitsgestaltung notwendig um einen Ausgleich der Belastungen zu schaffen. Realistisch gesehen kann eine Überlastung auf dem IT-Sektor nicht vollständig zu entfernen. Abhilfe könnten hierbei jedoch anschliessende Phasen der Erholung schaffen welche der IT-Fachkraft eingeräumt werdem müssen.

Feierabend ist nicht gleich Feierabend. Selbst in der Freizeit haben viele Arbeitnehmer keine Freizeit. Inzwischen ist bereits jeder zweite Berufstätige (51 Prozent) rund um die Uhr für Arbeitsbelange  erreichbar. Datüber hinaus nimmt ein weiteres Drittel (32 Prozent) dienstliche Anfragen (Telefon oder E-Mail) teilweise zumindest in speziellen Ausnahmefällen oder in einem festgelegten Zeitfenster ausserhalb der Arbeitszeit entgegen. Diese Zahlen ergab eine Erhebung im Auftrag des BKK Bundesverbands mit Sitz in Berlin. Im Zuge dieser Umfrage befragt wurden lautdes BKK Bundesverband 2322 Berufstätige im Alter von 18 bis 65 Jahren.

Vor allem betrifft dieses Problem diejenigen Mitarbeiter welche 50 Stunden oder mehr pro Woche arbeiten. Unter dieser Gruppe leidet schon jeder Dritte (34 Prozent) an nicht zu verharmlosenden Schlafstörungen. Dies beruht auf der Tatsache dass diejenigen innernlich nicht zur Ruhe kommen können, da dauernd mit dienstlichen Anrufen oder E-Mails gerechnet werden muss. Die Schuld hierfür liegt bei zwei Drittel (65 Prozent) der Fälle am Arbeitnehmer selbst, da diese Stand-By-Bereitschaft hier freiwillig erfolgt und nicht vom Arbeitgeber gefordert ist. Dies ist der Tribut den man zahlt um im Zuge der Angst des Arbeitsplatzverlustes sich gegenüber der Kollegen strategisch zu positionieren. Tatsächlich wird diese Rund und die Uhr Erreichbarkeit nur bei gut einem Viertel (26 Prozent) vom Arbeitgeber, den Kollegen oder den Kunden erwartet.

Diese permanente Erreichbarkeit führt bei einigen dieser Arbeitnehmern zu Schlaflosigkeit oder sich anderes äußernden Schlafstörungen. Diese Krankheitsbilder treten bei insgesamt jedem zweiten Befragten mindestens ein- bis dreimal im Monat auf. Sogar jeder Achte (13 Prozent) betroffene Arbeitnehmer hast sogar fast jede Nacht Probleme einzuschlafen oder durchschlafen zu können. Als Grund hierfür nennt jeder zweite Betroffene zu viel beruflichen Stress und die fehlende Fähigkeit innerlich von der Arbeit abschalten zu können. Verantworlich macht jeder Siebte von ihnen (14 Prozent) den dauernden rufbereiten Zustand durch die permanente Erreichbarkeit.

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