Biorythmus
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Eine Umfrage ergab, dass sich 800.000 Menschen in Deutschland regelmäßig durch die Einnahme von Psychopharmaka für ihren Beruf leistungsstärker machen. Gar zwei Millionen nehmen gelegentlich Produkte zur Leistungssteigerung ein. Das Spektrum der Betroffenen zieht sich über Branchengrenzen hinweg und ist zu einem allgemeinen Problem geworden – dies zeigt sich auch darin, dass es in den letzten Jahren einen überproportionalen Anstieg an psychotischen Erkrankungen gab.
Die 800.000 Betroffenen nehmen täglich verschreibungspflichtige Medikamente oder greifen zumindest mehrere Male pro Woche zu Psychopharmaka um den Anforderungen im Berufsalltag gerecht werden zu können. Neben Gründen wie Konzentrationssteigerung wird oft die Verarbeitung von Stress und Ängsten angegeben. Viele der Befragten nutzen die Präparate um länger arbeiten zu können.

In der von der DAK beauftragten Umfrage gaben fünf Prozent der Befragten zu schon einmal solche Mittel eingesetzt zu haben. Dies entspricht einer Zahl von nicht weniger als zwei Millionen Menschen welche sich für den Job dopen und welche das Risiko solcher verschreibungspflichtigen Medikamente als durchaus vertretbar in Hinsicht auf den Nutzen ansieht.
Herbert Rebscher (Vorstand der DAK) sieht hierin ein Alarmsignal. Er spricht davon, “dass wenigstens ein Teil der Menschen in dieselbe Dopingfalle tappen wie Sportler, die sich für einen Wettkampf fit machen”.
Von dem hohen Risiko an möglichen Nebenwirkungen abgesehen kann die Einnahme von Psychopharmaka schon noch kurzer Zeit abhängig machen. Sich aus dieser psychischen Sucht zu befreien zu können stellt einen langen und harten Weg dar.
Bei der Auswertung der Umfrage wurden diejenigen ausdrücklich nicht als Betroffener erfasst welche “nur” Alltagsdoping per Nikotin, Koffein oder Vitaminpräparaten betreiben. Die Liste der Medikamente welche für den Leistungszuwachs eingenommen werden liest sich wie die Inventarliste einer Apotheke.

So sind die verschreibungspflichtigen Mittel zum Beispiel gegen:

  • Demenz
  • Alzheimer
  • Herzinsuffizienz
  • ADHS
  • Depressionen

Worüber sich die Konsumenten nicht im Klaren sind ist, dass gerade Gesunde Menschen mit erheblich schwierigeren Nebenwirkungen rechnen müssen als die eigentliche Zielgruppe dieser Präparate.
Isabella Heuser (Leiterin der Klinik für Psychiatrie an der Berliner Charité) warnt in diesem Zusammenhang und gibt zu bedenken, dass die Langzeitwirkung dieser Mittel auf den gesunden Organismus nicht erforscht sind.
Jeder fünfte gab im Zuge der Umfrage an, dass ihm bereits die Zuhilfenahme von Mitteln zur Steigerung von Konzentration und Leistungsfähigkeit nahe gelegt worden sei. Hierbei kamen bei jedem zweiten die Empfehlungen aus dem Freundes-, Bekannten-, Verwandten- oder Kollegenkreis. Der Ratschlag erfolgte nur bei jedem dritten durch einen Arzt.

Im Anschluss an die Umfrage führte die DAK aufgrund des alarmierenden Ergebnisses eine Analyse zur Korrelation von verschriebenen Medikamenten zu den diagnostizierten Krankheiten durch. Es wurde ausgewertet mit welcher Frequenz Betablocker, ADHS-Blocker, Antidepressiva und Medikamente gegen vorschreitende Demenz ohne eine entsprechende Diagnostizierung durch den Arzt verschrieben wurden.
Als besonders hervorstechend muss hier der gegen Demenz zum Einsatz kommende Wirkstoff Piracetam genannt werden. In 97 Prozent der Fälle in denen Piracetam verschrieben worden ist hatte die Diagnose nichts mit Demenz zu tun. Der Wirkstoff war für die gestellten Diagnosen nur in 3 Prozent der Fälle überhaut zugelassen!

Derzeit liegt die Quote für dieses Hirndoping in Deutschland bei ein bis zwei Prozent, doch Experten warnen schon heute vor einem drastischen Anstieg. Der Aussage liegt die Beobachtung zu Grunde, dass laut Hans-Dieter Nolting (Geschäftsführer des IGES-Institutes welches diese Umfrage durchgeführt hat) es eine hohe Bereitschaft und sinkende Hemmschwellen gibt, da jeder in der modernen Dienstleistungsgesellschaft rund um die Uhr leistungsfähig sein will. Beschaffungsprobleme wird es wohl für die Betroffenen nicht geben da es immer leichter wird sich diese Präparate über den Versandhandel oder Dumping-Internetapotheken beziehen zu können.

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